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  • AutorenbildKate Yves

Wieso eigentlich regional und saisonal Lebensmittel einkaufen?

Ja wieso eigentlich? Die ganzen großen Supermarktketten haben doch alles in einem Laden, von Obst&Gemüse über Fleischtheken, Backartikel und sogar Elektrogeräte. Alles in nur einem Geschäft. Wo ist der Haken???


Ganz einfach - Quantität statt Qualität

Nur was ist an Quantität so schlimm?


Masse ist nicht gleich Klasse.

Massenprodukte müssen länger gelagert werden oder sind mit Zusätzen versetzt, um die Haltbarkeit zu gewährleisten. Nicht nur in Fertigprodukten, wie Wurst, Suppen, Mikrowellenspeisen oder Ofengerichte, auch Obst und Gemüse wird mit Puder oder Gas versetzt, um die Reifung zu stoppen.


Ich konzentriere mich in diesem Beitrag auf frisches Obst&Gemüse. Das in Wurst, Grillfleisch& Tütenfraß zu viel unnötige Zusätze beigemischt sind, kann man auf der Zutatenliste lesen. Das wir zu viel Fleisch konsumieren und die Regale immens voll liegen, was nicht nötig wäre, muss ich hier nicht erläutern. Das verarbeitete fertig Salate aus der Plastikbox ein gefundenes Fressen für Bakterien sind, sollte auf der Hand liegen und dass das Majodressing zu viel ungesundes Fett& Zucker enthält, ist ein anderes Thema.


Jedes natürliche Lebensmittel unterliegt einem Reifeprozess, auch wenn es bereits geerntet wurde, reift es. Es bildet zwar ohne Photosynthese weniger Mineralien, dennoch weiterhin z.B. Zucker, deshalb wird die Banane auch irgendwann braun.

Das zum einen, zum anderen werden frische Lebensmittel aus aller Welt unreif geerntet, um genau dieses o.g. Prozess zu überbrücken, nur leidet der Inhalt der Frucht darunter.

Überall wird suggeriert wie viel Vitamine und Mineralien dies oder das hat, doch ohne Reifeprozess/ Sonnenlicht kein Gehalt - leider. Heißt, dass Mangos, Erdbeeren und Co. aus dem Ausland weniger Mineralstoffe enthalten, wie ein hiesiges Produkt.

Ganz zu schweigen davon, dass in den meisten Ländern wenig bis überhaupt nicht auf Arbeitsbedingungen geachtet wird. Sowie in Deutschland verbotene Pflanzenschutzmittel& Düngerstoffe verboten sind, in anderen EU-Ländern diese Reglung bis heute nicht gilt. Ja darunter fällt auch das Herbizit Glyphosat oder auch Roundup, welches nur in der deutschen Landwirtschaft verboten wurde. Weder in anderen Ländern noch gilt diese Regel für die Gleise der Deutschen Bahn.

Ein Bsp. zu Pflanzenschutzmittel: Die Kartoffel wird an trockenen Tagen von dem sog. Drahtwurm heimgesucht. Das sind die schwarzen Einstiche, die der ein oder andere kennen könnte. Das Insektizid gegen diesen Wurm wurde für die Landwirtschaft in Deutschland verboten. BASF stellt dieses Produkt allerdings weiterhin her und beliefert unter anderem unsere Nachbarländer damit - kann man sich auch bei Youtube anschauen. Dieser Fall gilt auch für weitere andere Pflanzenschutzmittel. Sprich, wenn wir Lebensmittel aus dem Ausland konsumieren, lügen wir uns doch in die eigene Tasche oder?


Die Natur braucht uns nicht, wir aber die Natur!

Die Natur weiß, was sie tut.


Ich nenne dir auch hier ein paar Beispiele zum Verständnis:

Feldsalat ist ein Wintersalat in Deutschland. Er wächst im Freiland auch bei Schnee und Kält. Freiland Feldsalat ist robust, knackig und saftig grün. Der Feldsalat aus der Plastikverpackung kommt meist aus Frankreich oder auf alle Fälle aus einem Treibhaus, deshalb fällt er auch wie ein Häufchen Elend zusammen sobald Dressing darauf geschüttet wird. Feldsalat der im Freien angebaut wurde enthält Unmengen Eisen, mehr als Spinat und auch Baldrian. Ja Baldrian-Öle. Diese sind genau für diese dunkle Jahreszeit gedacht. Nicht für den hellen Sommer, nein er soll gegen die Winterdepression auf natürliche Weise helfen.

Beerenzeit ist im Frühling und Sommer. Reich an etlichen Mineralstoffen und Antioxidatien, um den Körper zu entwässern, entgiften, das Immunsystem in Schwung zu bringen und den trägen Winter hinter sich zu lassen für die Zellregeneration - ja genau dafür wachsen Beeren mit viel Sonne in diesen Jahreszeiten, um uns zu nähren.

Auch wenn die Erdbeere an Weihnachten im Regal nach Beere riecht, ist es meist nur ein Aroma-Gas, nicht die Frucht selbst - sorry für diesen Schock, aber um es zu verstehen, muss es leider Weh tun!!!

Kohlsorten wachsen das ganze Jahr über. Blumenkohl, Broccoli, Kohlrabi in den wärmeren Monaten und Rot-, Weiß-, Chinakohl und Wirsing in den Wintermonaten. Wusstest du, dass Kohl mehr Vitamin C enthält wie z.B. eine Zitrone??? Nein, na dann wird es Zeit. Wofür Vit. C gut ist, wissen wir alle. Für unser Immunsystem, die Verdauung, vielerlei Stoffwechselprozesse im Körper und und und.


Diese Inhaltsstoffe produziert die Pflanze und oder Wurzel aus dem Boden + Sonnenlicht und speichert diese, in ihrer Frucht ab. So wie wir Fett einlagern. Heißt also wenn sie ohne Sonne und ohne Wurzel reift, enthält sie kaum Mineralstoffe, für die sie angepriesen wird.

Ergo ist auch nicht jedes gehypte Superfood, ein Superfood.


Nüsse und Samen verlieren durch lange Lagerungen an Omega-3 Fettsäuren.

Obst&Gemüse bauen Nährstoffe ab dem Zeitpunkt der Ernte ab, anstatt auf.

Das gleiche gilt auch für Superfoods.


Versteh mich bitte nicht falsch, ich liebe Orangen und Zitronen aus Italien und Spanien, wenn die Zeit dafür ist. Wenn diese Frucht dort Saison hat. Bei uns wachsen diese Früchte schlechter =) Doch muss ich keinen Broccoli oder Salat im Winter kaufen, der weder Saison hier noch dort hat. Durch das wärmere Klima und gut belichtete& beheizte Gewächshäuser wird die Pflanze zwar zum wachsen gebracht, aber nicht mit den Inhaltsstoffen mit denen Sie angepriesen wird. Rucolasalat hat in der Saison wertvolle Bitterstoffe und eine Menge an Kalium und Calcium und wenig Nitrat wie im Winter.

Hier ein gutes Video des HR, in dem auch mein Vater interviewt wurde zu: wie gesund ist Salat?

Eine weitere gute Erklärung findest du hier vom MDR mit dem gleichnamigen Titel: wie gesund ist Salat?


Ohne Nährstoffe kein gesunder Organismus. Die folge Nährstoffmangel& Heißhungerattacken und daraus resultierende Krankheiten.

So, dass waren die Fakten zum Nährstoffgehalt von frischen Lebensmitteln.


Kommen wir zum Punkt Verpackung, Umwelt und kleine Familienbetriebe:

Ich denke eigentlich muss ich dazu nicht allzu viel erläutern.

In diesem Beitrag: gesunder Lebensstil, habe ich schon einiges dazu geschrieben.

Das die Verpackungsindustrie unsere Umwelt schadet, wissen wir längst. Weshalb eine Banane geschält werden muss, um anschließend in Plastik verpackt verkauft zu werden, erschließt sich mir nicht - da bleibt mir nur ein weiteres Kopfschütteln über die Intelligenz der Menschheit.

Man kann auf diversen Wochenmärkten, kleinen Tante Emma Lädchen und ein paar Supermärkten, die sich dem verpackungsfreien Verkauf angeschlossen haben (Alnatura&Tegut) ohne schlechtes Gewissen seine Tomaten in der Papiertüte erhalten oder bringt seinen eigenen Stoffbeutel mit. Eigentlich ganz einfach.


Das die großen Industrien sich auf die Kappe geschrieben haben: "verkauft den Mensch als dumm, er will es so", weiß der ein oder andere bereits, wer nur ein bisschen seine Augen geöffnet hat.


Manchmal kommt es mir vor als lebten wir immer noch im Mittelalter. Der König und seine Anteilhaber, heute die Regierung und die Lobbies erzählen dem Adel und dem Volk was vom Pferd und der Bauer ist das letzte Gesindel, der nur geben muss und wie Dreck behandelt wird. Vom Grundprinzip hat sich hier wenig geändert.

Ja der ein oder andere wird jetzt sagen, ach komm, die Bauern hierzulande haben genug Geld und Vermögen. Evtl. hat der ein oder andere Landwirt das auch, aber btw. er arbeitet dafür auch keine 8 to 5. Nein er ackert seine 12-14h pro Tag, an roundabout 355 Tagen im Jahr mit 1-2 Wochen Urlaub im Winter, wenn das Obst&Gemüse nicht mehr so schnell wächst, Wasser benötigt etc. pp. Geschweige denn Viehhaltung, ohne Großanlagen ist das Vieh täglich zu versorgen, es kann nicht in der Pension abgegeben werden. Aus diesem Aspekt heraus investiert er seine hart erarbeitetes Vermögen in solches, er hat keine Zeit es auszugeben.


Ja alles sehr provokant ausgedrückt, aber ohne das verschließt jeder nur die Augen vor der Wahrheit und am Ende ist das Geheule groß: wieso bin ich zu dick, zu krank, zu pillenabhängig..... weil der ein oder andere sich vom Marketing blenden lässt und fast niemand mehr auf seinen eigenen Körper hört, nur noch auf den ALLGEMEIN Mediziner oder den dahergelaufenen Sportberater mit Proteinpülverchen.


Also wieso nicht vom kleinen Bauern neben an kaufen, den man somit für seine Mühe& Herzblut belohnt.

Positiver Effekt:

  • Nährstoffe en mas, ohne Einbußen, die die Natur uns in der Jahreszeit bietet (nicht nur an Obst&Gemüse, auch an Fleisch& Milchprodukte).

  • Auch die krumme Gurke, ungleich großen Karotten oder den Apfel der nicht, wie aus dem Bilderbuch ausgeschnitten im Regal liegt, kaufen. Denn diese sind wahrscheinlich natürlich gewachsen.

  • Der Umwelt was zurückgegeben, da man es ohne Plastikverpackung erworben und der Luft weder durch unnötigen Flugverkehr oder LKW-Abgas- Verschmutzung zugemutet hat.

  • Alles in allem besser für unsere Natur, für deine Gesundheit und die deiner Kinder und Enkelkinder.

Ein grüner Kreislauf, kein Teufelskreis ;)





Wir Endverbraucher sind der Anfang, was wir kaufen und konsumieren, wird produziert - also entscheide dich für das Richtige!!!

Dein Leben, deine Gesundheit.


Augen auf beim Lebensmittelkauf - Danke fürs Lesen - Deine Kate



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