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  • AutorenbildKate Yves

Was´n Stress!


Oh ja, diesen Satz hört man oft oder diesen ganz tiefen Schnäufzer, um den Stress weg zu atmen. Nein ich spreche hier nicht von diesen speziellen Aufmerksamkeitsatmungen, sondern von der Atmung, als hätte man gerade einen Langstreckenlauf hinter sich, obwohl man weder gerannt ist noch eine Lungenerkrankung hat. Achte einmal darauf, man erkennt den Unterschied sehr gut! Auch bekannt sind: Grundlose Aggressionsausbrüche, der Heulkrampf nach einem ganz normalen Tag, alles ist zu viel. Pickel, Bauchschmerzen, Kopfweh, und und und. Oder meines Gleichen, völlig unter Strom, alles muss erledigt werden, es gibt weder links noch rechts und alles ist knapp kalkuliert, bis der totale Zusammenbruch folgt.


Eine besonders starke Form der Beanspruchung (körperlich wie psychisch) bezeichnet man als Stress. Hierbei werden notwendige Körperreaktionen aktiviert. Die Herztätigkeit, Energiebereitstellung, Durchblutung von Muskeln und Organen werden erhöht. Die Sauerstoffversorgung des Gehirns bevorzugt und das Immunsystem hingegen inaktiviert.

Es gibt verschiedene Arten von Stress.

Viele denken dabei an die alltägliche Hektik, wie sie auch mehr oder weniger oben beschrieben ist. Doch es gibt sehr viel mehr Auslöser. Es sind meist mehrere Stressoren, die Auswirkungen auf unseren Organismus haben. Stress in uns kann nicht nur durch den Druck von außen, wie Job, der hektische Alltag oder familiäre Diskrepanzen und Ängste ausgelöst werden. Auch die falsche Ernährungsweise, sowohl die Lebensmittel an sich, aber auch wie wann und wieviel ich esse, birgt Stress in unseren Zellen. Zu viel Sport oder die falsche Sportart, Umweltgifte, Lärm, Strahlung, Medikamente, Rauchen, Alkohol und auch (hormonelle) Erkrankungen können eine Dysbalance an guten Stoffen zu schlechten Stoffen verursachen. Ich nenne es bewusst Stoffe, weil hierunter verschiedene ortsabhängige Helfer unseres Körpers gemeint sind, wie z.B. Hormone, freie Radikale vs. Antioxidantien, gute und schlechte Darmbakterien, usw. Dieser ganze Stress, ob physisch oder psychischer Natur löst den sogenannten „oxidativer Stress“ aus.


Ja, leider. Sport ist nicht gleich Sport, Essen ist nicht gleich Essen und Stress ist nicht gleich Stress. Es gibt einige Unterschiede und wie bei so vielem gibt es richtig und falsch, dennoch kein schwarz oder weiß =) Okay, jetzt wird´s kompliziert, wie meine ich das?


Zu aller erst sollte man die Signale seines Körpers richtig deuten können. An einigen Tagen benötigen wir mehr Schwung, wie an anderen. An Tag X brauchen wir Ruhe, an Tag Y sind wir voller Tatendrang und Energie. Doch wie hört man in sich selbst hinein oder wie kann ich in dem ganzen Wirrwarr den Überblick behalten? Vor allem wenn dann noch on top eine Hormonerkrankung mitspielt!?


Es gibt verschiedene Ansätze und ja es ist eine Art Ausschlussverfahren, da jeder von uns Individuell ist. Es gibt nicht die eine richtige Methode für Jedermann. Wenn du eine hormonelle Erkrankung hast, ist das ganze leider nicht so einfach, aber dennoch machbar.

Zu allererst, das Allgemeine:

Es ist eigentlich ganz einfach: man darf die 5 auch mal gerade sein lassen. Diese Aussage verstehen leider nur die wenigsten. Sie lassen nämlich die 5 immer gerade sein und somit ist der Säure-Basen-Haushalt unseres Körpers unausgeglichen, der Darm aus dem Lot und die Hormone führen ein chaotischen miteinander. In der TCM-Lehre spricht man von Engergiestörungen oder in der ayurvedischen Medizin bezeichnet man es als Dosha- Ungleichgewicht. Diese Dysbalancen rufen Erkrankungen hervor. Nicht nur schwerere, wie Herzrhythmusstörungen, Hormon-/Stoffwechselerkrankungen oder Demenz. Es fängt immer mit den „kleinen“ Wehwehchen an. In vielen Fällen werden diese kleinen Wehwehchen auch abgetan und es wird nicht festgestellt, denn wie sagt man im Volksmund gerne - das geht so schnell, wie es gekommen ist.

Ja das tut es oft auch. Der Körper gibt erste Störungssignale: Magen-Darmbeschwerden, Allergien, Hauterkrankungen (dazu zählen übrigens auch vermehrte Pickelchen), Kopfleiden und auch starke PMS-Symptome. Eine Periode ist im Normalfall zwar spürbar, aber eigentlich nicht schmerzhaft. Ebenso, wie vermehrte Verletzungsanfälligkeiten und psychische Symptome, wie Aggressivität, Gereiztheit, usw. usf.

Man muss sich objektiv betrachten und nicht aus der Emotion heraus entscheiden. Denn ein Hypochonder hat auch immer gleich jede Erkrankung. Also langsam und sachte an die Sache heran gehen. Wenn man einmal Bauchweh hat, hat man nicht gleich ein Magengeschwür, ebenso hat man nicht bei einmaliger Zyklusstörrung gleich eine Hormondysbalance, dennoch sind ständige Wassereinlagerungen oder dauerhafte Migräneanfälle nicht NORMAL.


Grundlegend sind die ersten Fragen, die man sich selbst stellen sollte:

- Wie lange habe ich das eine Symptom?

- Wie viele Symptome habe ich insgesamt?

- Und in wie weit ergibt sich hier ein Zusammenspiel aller Wehwehchen?

- Liegt es an meiner Ernährungsweise/ Bewegung/ …. (Lebenstil)???

Am besten notierst du dir das mal, auch wann was zu erst auftrat und evtl. auch welches Symptom sich verschlimmert hat oder mittlerweile nicht mehr spürbar ist…..


Weitere Fragen, die mir aus dem Buch "Heilen mit natürlichen Hormonen" von Dr. Harnisch einen sehr gutes Bild über mich selbst gegeben haben, kannst du dir auch gerne selbst beantworten und deine Schlüsse daraus ziehen:


(im übrigen das Buch sehr zu empfehlen =) Werbung aus eigener Interesse)



Wir verlangen von unserem Körper tägliche Funktionalität, wollen ihn aber wenig pflegen. Wie ein Abfluss, in den man stetig Gifte hineinkippt, ihn selten reinigt und dann erwartet mit chemischen Mitteln ist das Problem gelöst und er bleibt Leck frei. Oder ein Auto, welches keinen Service bekommt und mit dem falschen Kraftstoff betankt wird – läuft zwar, aber immer mit Fehlern im System, bis schließlich der Motor kaputt geht. Für diese Dinge gibt es Ersatzteile, für unseren Körper jedoch nie mehr das eine Richtige, welches so einwandfrei funktioniert, wie das Original.


Wir setzten unserem Körper täglich Stress aus. Zum einen Stress, wie oben gemeint, den wir vermeiden könnten, aber auch Stress, dem wir unmittelbar ausgesetzt sind.

Erhöhter Stress führt zu Mangel an Hormonen, vor allem Mangel an Wohlfühlhormonen.

Frauen und Männer haben grundsätzlich die gleichen Hormone, nur in unterschiedlicher Menge. Frauen leiden nicht unabdinglich mehr an Hormondysbalancen, wie Männer. Die Herren der Schöpfung lassen sich nur nicht alles anmerken oder bemerken es auch seltener, weil eben nicht so emotionsgebunden.


Jeder von uns ist ein Individuum. Nicht jede Gesundheitsweisheit, neue Trends, Powerfoods oder die absolut eine Diät ist für Jedermann/-frau die Richtige. Es gibt verschiedene Typen und du musst für dich herausfinden, was es für dich ist. Als Beispiel zum Verständnis anhand der ayurvedischen Medizin: Dosha Pitta – Feuer: wer hier schärfe oder säure ins Essen gibt, erzeugt noch mehr Feuer. Wer als Pitta-Typ Marathon läuft, erzeugt ein hohes Pensum an Stresshormonen, von denen er von Natur aus ausreichend hat, somit erzeugt er also sozusagen „Stichflammen“. Das Ergebnis Feuer zu Feuer = Burn the house down. (wie man gut erkennten kann, ich habe viel aus der TCM-Lehre sowie ayurvedischen Medizin lernen können über mich selbst!)

Wer z.B. übersäuert ist, durch eine falsche Ernährung oder Lebensweise, andauerndem Stress durch neuen Fastenkuren, Diäten, neuen Supplementen, etc. wird auf Dauer nichts bewirken können. Es wird keine Verbesserung in Reichweite sein, denn die Übersäuerung wird nicht gelindert, sondern vermehrt!

Also was ist Stress nun genau?

Als oxidativer Stress - bezeichnet man den Zustand des Stoffwechsels, bei dem ein Ungleichgewicht an freien Radikalen und den Radikalfängern besteht. Ein Übermaß an freien Radikalen bzw. aggressiven Sauerstoffverbindungen kann eine Kettenreaktion an Zellschädigungen hervorrufen bis hin zum Zelltod. Dieser wird durch viele verschiedene Ursachen ausgelöst:


Stress durch falsche Ernährung.

Wer sich täglich ungesund, unregelmäßig und oder über- oder unterkalorisch ernährt, setzt seinen Organismus unter vielerlei Stresssituationen. Diese Stressoren stören nicht nur den Hormonzyklus, auch freie Radikale schwirren frei herum und können nicht durch Antioxidantien abgefangen werden, was wie oben beschrieben zu oxidativem Stress führt. Auch einseitige Ernährung fällt darunter. Ebenso führt die falsche Ernährung zu zu viel Säure in den Zellen, die Gifte/Schlacke im Körper erzeugen, was wiederrum dazu führt, dass Mineralien nicht an ihren Wirkungsort gelangen können. Ein purer Teufelskreis.


Falscher Sport.

Ja Bewegung ist gesund. Extrem Sportarten und auch Sport, welcher für unsere Konstitution nicht geeignet ist, verursacht eine Überproduktion an Stresshormone, die kontraproduktiv sein können und zu falschen Reaktionen und Reizungen führen. Sinngemäß, wie zu wenig Bewegung im Alltag. Hier gilt das Motto: Viel hilft nicht gleich viel, doch nichts hilft gar nicht. Balance is the key - finde den richtigen Sport und Menge für dich. Nur weil Frau oder Herr X durch Bodybuildig den Körper hat, den du auch erreichen willst, heißt es nicht, dass du ihn durch die gleiche Sportart bekommst. Du wirst evtl. straff und muskulös durch Yoga und Kraftsport in diesem Ausmaß lässt dich lediglich dicker werden.... Finde deine goldene Mitte.


Umweltstress und -einflüsse.

hiermit sind die Luftverschmutzung und Schadstoffe gemeint, die wir täglich über die Atemwege und die Haut aufnehmen, auch über Chemikalien aus Make up, Cremes, Parfüme und Medikamente. Aber auch durch Reizüberflutung, Lärm, familiäre oder Jobbedingte Einflüsse. Ängste durch Versagen, Verlust, Liebeskummer,… Psychischen Stress, den wir uns teilweise auch selbst machen, um in ein perfektes Bild zu passen, bspw. wie die perfekte Socialmediawelt oder in meiner Kindheit die TV-Models und Co., wodurch Mädchen Magersüchtig wurden, um genauso auszusehen. Studien haben gezeigt, dass viele Kinder an Allergien, Asthma, Neurodermitis erkranken oder zufrüh/zuspät in die Pubertät kommen, weil sie unter Leistungsdruck stehen, aber auch den Familienstress ventilieren.



Stress hat die diversesten Gesichter.

Dennoch benötigen wir eine gewisse Menge an Stress, um überhaupt zu funktionieren. z.B. um überhaupt wach zu werden. Wir benötigen eine gute Portion Stress, um unsere Verdauung zu befeuern. Wir lösen gesunden Stress durch Bewegung aus. Nicht jeder benötig gleich viel „Stress“. Denn jemand mit guter Verdauung, braucht nicht noch zusätzlichen push durch bestimmte Lebensmittel. Wer schon viel Tatendrang hat, benötigt meist nicht noch ein Koffeinbuster. Wer dauerschläfrig ist, benötigt nicht noch eine beruhigende meditative Yogaeinheit. Ich denke ihr wisst was ich meine! Alles in allem ist es die Menge, die das Gift macht.


Balance is key

Wie wir nun wissen, sind wir einer Menge an schlechtem Stress ausgesetzt, was dazu führt, dass wir erkranken und uns wundern weshalb. Wir können uns bestimmten Dingen aus unsere Umwelt nicht mehr entziehen, also müssen wir an den Schrauben drehen, an denen wir noch was verstellen können.

Wie wo was ist also der richtige Weg?

Stress liegt also vor, wenn wir den Anforderungen auf körperlicher, geistiger oder psychischer Ebene nicht gewachsen sind. Hier ein paar meiner persönlichen Regeln:


1. Müssen tust du gar nichts, es liegt in deiner Hand

– also entferne Stressoren, wie negative Menschen, den verhassten Job oder das dauerklingelnde Telefon aus deinem Leben; Die Lebenseinstellung ist enorm wichtig, was den Stresspegel angeht. Die innere Einstellung und die Gedanken beeinflussen unser sein. Also suche dir die positiven Dinge heraus und nutze sie für dein Glücksgefühl. Es ist dein Leben…. Klar es gibt nicht nur gute Tage. Lerne von den schlechten und lasse sie zu etwas positivem werden. …es ist immer das, was du daraus machst.

2. Finde den richtigen Start in deinen Tag

- wer z.B. einer entspannten Morgen-Routine nachgeht, geht schon mal den ersten Schritt in einen stressbefreiteren Tag. Heißt, nicht zu knapp den Wecker stellen, den Körper als erstes mit 2 Gläsern warmem Wasser hydrieren, statt direkt mit Kaffee oder Schwarztee aufzupushen. Weiter…

3. Passe deine Ernährung an - an dem Spruch: du bist, was du isst, ist mehr dran, als man denkt. Dieser gilt nicht nur für adipöse oder magersüchtige Menschen, auch für die unausgeglichene Mum, den total gestressten Rentner oder den aggressiven Chef. Wer seine Ernährung richtig an seinen Typus, seine tägliche Tätigkeit und seinen Hormonhaushalt anpasst, wird schnell feststellen, wie die Ungeduld zur entspannten Aufgabe wird. Zur Lebenseinstellung, Job, Ernährung gehört natürlich auch….

4. die richtige Bewegung für deinen Typ - jeder von uns ist ein Individuum. Ja ich weiß, ich wiederhole mich, aber ich kann es nicht oft genug sagen. Bewegung kann befreiend, ausgleichend und euphorisierend zu gleich sein. Sie sollte zu dir und deinem Alltag passen. Wer sich stetig zwingen muss, sollte sich etwas andere suchen, was ihm gefällt. Es gibt unendlich viele Sportarten. Auch für den letzten Sportmuffel gibt es spannendes zu entdecken ;) UND das Wichtigste, vor allem Bewegung an der frischen Luft bei jedem Wetter, tun dem Organismus besonders gut, selbst wenn es nur ein 30 min. Spaziergang ist.

5. Schlaf ist immens wichtig - wer nicht ausreichend oder gut schläft, ist gestresster in seinem Inneren, als manch einer vermutet. Unser Schlaf wird nicht nur von Hormonen stimuliert, der Schlaf selbst stimuliert auch die Menge und Art an Hormonen, welche produziert werden. Zu wenig Schlaf fördert die Cortisolbildung. Damit geht eine erhöhte „fight or flight“- Bereitschaft miteinher. Wer dauerhaft mit einem erhöhten Cortisolspiegel rum läuft, hat im Gegenzug einen Serotoninmangel. Das führt dazu, dass man weder gut einschläft, noch durchschläft sowie ständig unter Strom steht. Nicht nur eine gute Morgen-Routine, ein bewusster Tag auch eine gesunde Abend-Routine trägt zur Verbesserung von Stressreduzierung bei.


Was lernen wir daraus?

Man wird nicht jeden Tag einen „gesunden“ und stressfreien Tag erleben können. Dennoch kann man zuarbeiten mit beispielsweise den 5. Tipps die ich dir oben beschrieben habe. Detaillierter wird es in den einzelnen Beiträgen, die noch folgen. Wichtig ist, dass man nichts überstürzt und von heute auf morgen sein komplettes Leben umkrempelt. Langsam und peu à peu etwas dazu und etwas weg nimmt, empfinde ich als eine erfolgreiche Änderung zu einem positiven und stressreduzierterem Leben - einem bessern Leben.




Der Körper ist dein einziges zuhause, also kümmere dich um ihn!

Lerne im Regen zu tanzen deine Kate





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